
Eine Pfarrei war früher auch ein Wirtschaftsbetrieb. Der Widmungsbrief von 1526 spricht von Wohnhaus, Stall, Scheune, Garten, Äckern, Wiesen und Nutzungsrechten am Holz. Die Einwohner der umliegenden Dörfer lieferten unter anderem Brot und Bratwürste zu Weihnachten.
Der Dorfbrand vom 23. April 1645 traf laut Rammelburger Chronik auch das Pfarrhaus und die Schule. Über die spätere Baugeschichte berichten weitere Archivakten; noch ist nicht jede Bauphase sicher einem heute erhaltenen Gebäudeteil zugeordnet.
Pfarrer und Familien im Dorf
Vom Pfarrhaus aus wirkten über viele Generationen Seelsorger, von denen wir dank alter Listen inzwischen zahlreiche Namen kennen. Im 20. Jahrhundert gehörte auch Pfarrer Karcher zur Geschichte des Hauses. Nach örtlicher Erinnerung war er deutlich länger Pfarrer, und seine Witwe wohnte noch bis weit nach der Wende – wohl bis in die späten 1990er Jahre – im Haus. Diese Erinnerungen möchten wir mit Familienunterlagen und Kirchenakten weiter sichern.
Alte und neuere Fotografien zeigen, wie erstaunlich viel von der Erscheinung des Hauses geblieben ist. Auf der Webseite soll daraus ein Vorher-nachher-Vergleich mit einer eigenen Hauschronik werden.
Weitere Bilder und Dokumente


- Hermann Schotte: Rammelburger Chronik, S. 62–64, 190–191.
- Historische und neuere Fotografien aus der Privatsammlung.
- Ortsüberlieferung zur Familie Karcher, noch zu belegen.