DDR & Wende

Abberode zwischen DDR und Neubeginn

Die Wendezeit bestand nicht nur aus großen politischen Ereignissen. In kleinen Dörfern zeigte sie sich in Schulen, Höfen und neuen Möglichkeiten.

Das Pfarrhaus an einem Wintertag · Privatsammlung
Das Pfarrhaus an einem Wintertag · Privatsammlung

1989 änderte sich die Welt – auch für die Menschen in Abberode, Tilkerode und Steinbrücken. Welche Entscheidungen im Dorf getroffen wurden und wie die Einwohner die ersten freien Wahlen erlebten, ist noch nicht umfassend dokumentiert. Darum soll diese Geschichte mit Erinnerungen und Archivmaterial wachsen.

Einige Entwicklungen sind bereits greifbar: 1990 lebten 455 Menschen in der damaligen Gesamtgemeinde, 1995 waren es 429. Der Bevölkerungsrückgang hatte allerdings schon in der DDR begonnen.

Was bleiben sollte

1994 entstand ein Dorfentwicklungsplan. Wenig später wurde der verbliebene Turm von St. Stephani restauriert: Ein Zeichen dafür, dass die neue Zeit auch Chancen für das historische Erbe bot.

Auf der anderen Seite veränderten sich die öffentlichen Einrichtungen. Die Schließung der Sekundarschule 2005 steht für einen tiefen Einschnitt. Was mit Betrieben, Vereinen, Gaststätten, Landwirtschaft und Arbeitswegen geschah, möchten wir durch zeitgenössische Zeitungen und Zeitzeugen genauer erschließen.

Diese Seite ist deshalb bewusst ein Anfang – kein fertiges Urteil über die Wendezeit.

Weitere Bilder und Dokumente

Der erhaltene Turm der St.-Stephani-Kirche in Abberode · Privatsammlung
Der erhaltene Turm der St.-Stephani-Kirche in Abberode · Privatsammlung
Karte des Amtes Rammelburg mit alten Siedlungen, aus Hermann Schottes Chronik von 1906
Karte des Amtes Rammelburg mit alten Siedlungen, aus Hermann Schottes Chronik von 1906
Quellen zu diesem Beitrag
  • Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: historische Einwohnerdaten der Gemeinde Abberode.
  • Stadt Mansfeld: Flächennutzungsplan mit Verweis auf Dorfentwicklungsplan 1994.
  • Vortrag zum Turmfest 1999, S. 18–19.
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