Gold, Grenze und Bergbau

Tilkerode

Ein Dorf mit anhaltischer Vergangenheit, einer besonderen Bergbaugeschichte und ungewöhnlichen Grenzverhältnissen.

Historische Ansichtskarte mit Gasthof, Untermühle und Kapelle in Tilkerode · Privatsammlung
Historische Ansichtskarte mit Gasthof, Untermühle und Kapelle in Tilkerode · Privatsammlung

Nur wenige Minuten von Abberode entfernt und doch jahrhundertelang unter einer anderen Herrschaft: Tilkerode gehörte zu Anhalt, während Abberode im mansfeldischen Verwaltungsverband stand. Alte Grenzregelungen bestimmten, auf welchen Feldern gearbeitet und an wen Abgaben gezahlt wurden.

Das im Spätmittelalter wüst gewordene Tilkerode wurde im 17. Jahrhundert wiederbesiedelt. Zu den Neubewohnern gehörten auch Menschen aus Abberode, deren Umzug von der Rammelburger Obrigkeit nicht gern gesehen wurde.

Gold aus dem Harz

Berühmt ist Tilkerode für seinen Bergbau. Besonders bemerkenswert sind Goldfunde und die anhaltischen Dukaten von 1825. Spuren der Bergbaugeschichte sind im Gelände und entlang eines Lehrpfads erhalten.

Historische Ansichtskarten zeigen die Kapelle, die spätere Kirche, die Försterei und den Gasthof „Zur Erholung“ mit seinem Saal. Nach 1945 fanden auch hier schlesische Flüchtlingsfamilien ein neues Zuhause.

Weitere Bilder und Dokumente

Gasthof „Zur Erholung“ in Tilkerode, Besitzer Friedrich Ernst, historischer Postkartenausschnitt · Privatsammlung
Gasthof „Zur Erholung“ in Tilkerode, Besitzer Friedrich Ernst, historischer Postkartenausschnitt · Privatsammlung
Kapelle in Tilkerode auf einem historischen Postkartenausschnitt · Privatsammlung
Kapelle in Tilkerode auf einem historischen Postkartenausschnitt · Privatsammlung
Quellen zu diesem Beitrag
  • Rammelburger Chronik, S. 188–190; Regionalverband Harz, Bergbaulehrpfad Tilkerode.
  • Historische Postkarten aus Privatsammlung.
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